Die Nuklearmedizin ist heute das wichtigste Instrument zur Erkennung und Behandlung von Tumorerkrankungen. Dabei wird dem Patienten ein radioaktives Pharmazeutikum, das Radiopharmazeutikum gespritzt. Das kann mithilfe der Positron-Emissions-Tomographie PET gemessen werden. Dies erlaubt eine sehr genaue Lokalisation der Tumore und ihrer Beschaffenheit. Für eine Krebsbehandlung sind diese Informationen essenziell.
Denn Krebszellen zeichnen sich durch besondere Eigenschaften aus. So zeigen einige zum Beispiel einen erhöhten Stoffwechsel, was durch einen höheren Verbrauch an Zucker dargestellt werden kann. Andere werden hypoxisch, also sauerstoffarm, was mit Resistenz gegen Chemotherapie und Aggressivität des Tumors in Verbindung gebracht wird. So hat jede Krebsart ihre Eigenheiten. Eine gezielte Diagnose und Therapie verlang also eine sehr individuelle Behandlung. Die Zukunft der Krebsbehandlungen liegt deshalb in der personalisierten Medizin: individuell abgestimmt auf jeden einzelnen Patienten.

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